St. Apollinaris
Die Aufgabe, in die unter Denkmalschutz stehende neogotische Kirche einen Pfarrsaal zu integrieren, wurde dadurch gelöst, einen Teil der benötigten neuen Flächen im alten Kirchenschiff abzutrennen, einen weiteren Teil außen anzubauen und die vorhandene Kerzenkapelle (Wiederaufbau nach Kriegszerstörung von 1948) ebenfalls einzubeziehen. Die gewählte Grundrissform entspricht etwa einem Quadrat und nimmt damit Bezug auf die des vorhandenen Glockenturms. Die Fassaden des Eingriffs, die sowohl das Kirchenäußere als auch den Innenraum betreffen, wurden mit profilierten keramischen Platten bekleidet, die die Eigenständigkeit des Baukörpers betonen, farblich aber an die vorhandene Umgebung angeglichen sind. So kann der Baukörper insgesamt als Einheit wahrgenommen werden. Der Sichtbetonsockel im Außenraum ist anthrazit und dem Profil des vorhandenen Basaltlavasockels der Kirche angeglichen. Die Zugänge befinden sich sowohl im Kirchenfoyer als auch über eine kleine Treppe an der Nordfassade. Das Pfarrsaalinnere hat ebenfalls eine quadratische Grundfläche, deren Mitte durch eine tragende Stütze aus altem Mauerwerk der Kirche dominiert wird. In den vier Ecken des Raumes befinden sich große Oberlichter, die den Blick in zwei Fällen an die Kirchendecke und in je einem in den Himmel sowie die Holzdecke der ehemaligen Kerzenkapelle freigibt. Damit werden räumlichen Bezüge und Orientierungen hergestellt.
Objekt:
St. Apollinaris, Kirche
Objektplanung Gebäude:
Beckmann Wenzel Architekten
Beauftragte Leistungsphasen
nach HOAI: 1-9
Projektleitung: Wenzel
Planungs- und Ausführungszeitraum:
2009-2013
Auftraggeber:
Kirchengemeinde, St. Apollinaris
BGF: 110 m2
Erweiterung
: Planung & Ausführung
Fotos: Photonworks